zum Inhalt springen

Prof. Dr. Armin Spitaler

Armin Spitaler wurde 1898 in Prag geboren.Nach seinem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten Wien und Prag trat er 1920 in Prag als "Konzipient" in den staatlichen Finanzdienst ein. Neben seiner Dienstzeit absolvierte er 1921 seine Promotion. 1922 wechselte Spitaler in die Handels- und Gewerbekammer in Reichenberg über, wo er schließlich zum Präsidialsekretär aufstieg. Hier begann seine Fachschriftstellerei.

1932 erhielt Armin Spitaler ein Stipendium aus der Rockefeller Foundation New York. Als Ergebnis seiner Forschung legte er 1936 seine Habilitationsschrift "Das Doppelbesteuerungsproblem bei den direkten Steuern" vor.

Fünf Jahre später zog er als planmäßiger Extraordinarius für Volkswirtschaftslehre, insbesondere für Finanzwissenschaft sowie für Finanz- und Steuerrecht, in die Prager Universität ein.

1942 wurde er als 44-jähriger zum Krieg eingezogen und geriet 1945 in Kriegsgefangenschaft.

Nach Schließung der Deutschen Universität in Prag war Armin Spitaler als Syndikus bei der Industrie tätig, bis ihn 1947 ein Ruf der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln zur Gastprofessur an der Seite von Prof. Dr. Ottmar Bühler erreichte. Im gleichen Jahr wurde er auch in den Vorstand des neugegründeten Fachinstituts der Steuerberater berufen.

Für Armin Spitaler war es geradezu eine Gewissenspflicht, die aus der Hitler-Diktatur kommenden Steuerberater in eine freiheitlich-demokratische Berufsausübung hinüberzugeleiten.

Das Ordinariat für deutsches und internationales Finanz- und Steuerrecht an der Universität Köln als Nachfolger Ottmar Bühlers übernahm er schließlich 1953.

Zu den großen Werken Armin Spitalers gehören insbesondere die "Grundsatzfragen der AO". Diese bildeten den Schwerpunkt seiner Erläuterungen in dem ersten Großkommentar zum "Steuergrundgesetz" der Bundesrepublik Deutschland, dem 1951 begonnenen "Hübschmann/Hepp/Spitaler". Zu seinen Verdiensten zählen auch die "Steuerberater-Jahrbücher" von 1949-1963/64. Armin Spitalers Anliegen war es, zu den Grundlagen, den tragenden Rechtsgedanken vorzudringen. Nach eigenen Angaben wollte er die Systematisierung des Steuerrechts in einem zusammenfassenden Lehrbuch darstellen, das unvollendet blieb. Er starb 1963.

Armin Spitaler wurde 1898 in Prag geboren. Nach seinem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten Wien und Prag trat er 1920 in Prag als "Konzipient" in den staatlichen Finanzdienst ein. Neben seiner Dienstzeit absolvierte er 1921 seine Promotion. 1922 wechselte Spitaler in die Handels- und Gewerbekammer in Reichenberg über, wo er schließlich zum Präsidialsekretär aufstieg. Hier begann seine Fachschriftstellerei. 1932 erhielt Spitaler ein Stipendium aus der Rockefeller Foundation New York. Als Ergebnis seiner Forschungen legte er 1936 seine Habilitationsschrift "Das Doppelbesteuerungsproblem bei den direkten Steuern" vor. Fünf Jahre später zog er als planmäßiger Extraordinarius für Volkswirtschaftslehre, insbesondere für Finanzwissenschaft sowie für Finanz- und Steuerrecht, in die Prager Universität ein. Kurz darauf, 1942, wurde er als 44jähriger in die deutsche Wehrmacht zum Krieg eingezogen und geriet 1945 in Kriegsgefangenschaft. Nach Schließung der Deutschen Universität in Prag war Spitaler als Syndikus bei der Industrie tätig, bis ihn 1947 ein Ruf der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln zur Gastprofessur an der Seite von Prof. Dr. Ottmar Bühler erreichte. Im gleichen Jahr wurde Spitaler auch in den Vorstand des neugegründeten Fachinstituts der Steuerberater berufen. Für Spitaler war es geradezu eine Gewissenspflicht, die aus der Hitler-Diktatur kommenden Steuerberater in eine freiheitlich-demokratische Berufsausübung hinüberzugeleiten. Das Ordinariat für deutsches und internationales Finanz- und Steuerrecht an der Universität Köln als Nachfolger Bühlers übernahm er schließlich 1953. Zu den großen Werken Spitalers gehören insbesondere die "Grundsatzfragen der AO". Diese bildeten den Schwerpunkt seiner Erläuterungen in dem ersten Großkommentar zum "Steuergrundgesetz" der Bundesrepublik Deutschland, dem 1951 begonnenen "Hübschmann/Hepp/Spitaler". Der Abgabenordnung war ein Großteil seiner Lebensarbeit gewidmet. Zu seinen Verdiensten zählen auch die "Steuerberater-Jahrbücher" von 1949-1963/64. Spitalers Anliegen war es, zu den Grundlagen, den tragenden Rechtsgedanken vorzudringen. Nach eigenen Andeutungen wollte er die Systematisierung des Steuerrechts in einem zusammenfassenden Lehrbuch darstellen. Ein tödlicher Herzinfarkt kam ihm jedoch 1963 zuvor.

Armin Spitaler wurde 1898 in Prag geboren. Nach seinem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten Wien und Prag trat er 1920 in Prag als "Konzipient" in den staatlichen Finanzdienst ein. Neben seiner Dienstzeit absolvierte er 1921 seine Promotion. 1922 wechselte Spitaler in die Handels- und Gewerbekammer in Reichenberg über, wo er schließlich zum Präsidialsekretär aufstieg. Hier begann seine Fachschriftstellerei. 1932 erhielt Spitaler ein Stipendium aus der Rockefeller Foundation New York. Als Ergebnis seiner Forschungen legte er 1936 seine Habilitationsschrift "Das Doppelbesteuerungsproblem bei den direkten Steuern" vor. Fünf Jahre später zog er als planmäßiger Extraordinarius für Volkswirtschaftslehre, insbesondere für Finanzwissenschaft sowie für Finanz- und Steuerrecht, in die Prager Universität ein. Kurz darauf, 1942, wurde er als 44jähriger in die deutsche Wehrmacht zum Krieg eingezogen und geriet 1945 in Kriegsgefangenschaft. Nach Schließung der Deutschen Universität in Prag war Spitaler als Syndikus bei der Industrie tätig, bis ihn 1947 ein Ruf der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln zur Gastprofessur an der Seite von Prof. Dr. Ottmar Bühler erreichte. Im gleichen Jahr wurde Spitaler auch in den Vorstand des neugegründeten Fachinstituts der Steuerberater berufen. Für Spitaler war es geradezu eine Gewissenspflicht, die aus der Hitler-Diktatur kommenden Steuerberater in eine freiheitlich-demokratische Berufsausübung hinüberzugeleiten. Das Ordinariat für deutsches und internationales Finanz- und Steuerrecht an der Universität Köln als Nachfolger Bühlers übernahm er schließlich 1953. Zu den großen Werken Spitalers gehören insbesondere die "Grundsatzfragen der AO". Diese bildeten den Schwerpunkt seiner Erläuterungen in dem ersten Großkommentar zum "Steuergrundgesetz" der Bundesrepublik Deutschland, dem 1951 begonnenen "Hübschmann/Hepp/Spitaler". Der Abgabenordnung war ein Großteil seiner Lebensarbeit gewidmet. Zu seinen Verdiensten zählen auch die "Steuerberater-Jahrbücher" von 1949-1963/64. Spitalers Anliegen war es, zu den Grundlagen, den tragenden Rechtsgedanken vorzudringen. Nach eigenen Andeutungen wollte er die Systematisierung des Steuerrechts in einem zusammenfassenden Lehrbuch darstellen. Ein tödlicher Herzinfarkt kam ihm jedoch 1963 zuvor.